Antike Zeiten und Kulturen

Wie teuer war ein Sklave im Altertum?

Die ersten Aufzeichnungen über den Sklavenhandel sind 3800 Jahre alt und stammen aus Babylon. Damals musste man 20 Silberstücke für einen Sklaven bezahlen, so viel wie für einen Ochsen.

Im antiken Griechenland, zu Homers Zeiten (also gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr.) kostete ein einfacher Arbeitssklave etwa 50 Drachmen oder ein Schaf – was sich auf knapp tausend Euro umrechnen lässt.

Ein geschickter Handwerker war 400 Drachmen wert, für einen Architekten zahlte man rund tausend, und für einen Buchhalter, der lesen, schreiben und rechnen konnte, musste man an die 6000 Drachmen berappen. Das entspricht 120000 Euro oder dem Preis eines gut ausgestatteten Porsche 911.

In Rom kosteten ein „Horarius“ (der die Stunden ausrief), ein zuverlässiger Bote oder ein Wedler (der die Fliegen vom Tisch fernhielt) bis zu 2000 Sesterzen, rund 2400 Euro.

Der Kaufpreis für hervorragend ausgebildete Sklaven wie Schriftgelehrte, Astronomen oder die begehrten „vulnerum medici“, also Sklaven mit medizinischen Kenntnissen, konnte locker bis zu 700000 Sesterzen erreichen – etwa 840000 Euro.
P.M.

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