Antike Zeiten und Kulturen

Was lernten die Schüler im Alten Rom?

Sie waren nicht zu beneiden, die Kinder im Alten Rom. Für sie begann der Schulunterricht schon bei Sonnenaufgang, und er bestand hauptsächlich in monotonem Nachsprechen des vom Lehrer Vorgesagten.

Prügel und rüde Zurechtweisung gehörten zum Alltag. Schule war damals reine Privatsache, eine offizielle Schulpflicht gab es nicht. Ab dem fünften Lebensjahr erhielten viele Kinder zu Hause Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen, Mädchen lernten zusätzlich Spinnen und Weben durch die Mütter oder Sklaven.

Wohlhabende konnten es sich leisten, ihre Kinder für ein monatliches Schulgeld auf eine Elementarschule zu schicken. Vom sechsten bis zum 12. Lebensjahr lernten Mädchen und Jungen dort gemeinsam das Alphabet, gerechnet wurde mit den Fingern oder dem Abacus. Ferien gab es in den Sommermonaten.

Ab dem 12. Lebensjahr besuchten Mädchen und Jungen eine höhere Schule, wo Literatur, Geografie, Geschichte, Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Philosophie und Musiktheorie vermittelt wurden. Auch Sport (Bild: römische Mädchen beim Ballspiel) stand auf dem Stundenplan. In den Literaturstunden wurden vor allem griechische und römische Schriftsteller in der jeweiligen Originalsprache gelesen.

Die Lehrer waren meist Sklaven, schlecht bezahlt und pädagogisch nicht sehr begabt. Jungen der Oberschicht besuchten ab dem 15./16. Lebensjahr so genannte Rhetorenschulen, die ihnen Jura und die Kunst der Rede beibrachten. Beide Fächer waren Voraussetzung für eine öffentliche Laufbahn.

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