Wissenwertes

Was ist der »Arsch von Paris«?

So wird der Allerwerteste ins rechte Licht gerückt.
Der so genannte »Cul de Paris«, der Pariser Hintern, kam erstmals 1870 auf. Es handelte sich dabei um eine bestimmte Art der Tournüre, einer üppigen Rockverzierung, die den Allerwertesten der feinen Dame betonen sollte. Mit Hilfe von Bändern, Drahtgestellen oder Polstern aus Rosshaar wurde der Po in die richtige Form gebracht.

Der künstliche Hintern galt als Statussymbol: Je größer und reicher geschmückt, desto höher die Position in der Gesellschaft. Bis zu 25 Zentimeter standen die kunstvollen Gesäßverzierungen waagrecht von der Taille nach hinten ab. Doch wie es mit der Mode so ist: Nach wenigen Jahren waren die überdimensionierten Hinterteile wieder passé. Der markante »Cul de Paris« verlor an Bedeutung und damit an Volumen.

Dank Penélope Cruz ist der falsche Hintern jetzt wieder tragbar. Der Regisseur Pedro Almodóvar ließ Miss Cruz für den Film »Volver« eine Gesäßprothese anfertigen. Der Grund: Für die mütterliche Rolle hatte die zierliche Spanierin einfach zu wenig Hintern. Mit den komplizierten Konstruktionen eines echten »Cul de Paris« hatte das Cruz Popo-Polster nicht mehr viel gemeinsam. Im Gegenteil: Es war sogar so bequem, dass sie sich am Ende der Dreharbeiten nur schweren Herzens davon trennen konnte. Mit ihrer Leidenschaft ist die Schauspielerin nicht allein.

Auch Victoria Beckham soll sich für die Werbekampagne des neuen Beckham Partnerdufts den Po ausstaffiert haben. Ganz natürlich sind hingegen die gesunden Rundungen von Jennifer Lopez. Sie ließ sich jede Pobacke sogar für drei Millionen Euro versichern. Nicht ganz so teuer, aber mindestens genauso üppig ist die Rückenansicht von Beyoncé Knowles. Der Po der hübschen Sängerin landete kürzlich bei einer Umfrage des amerikanischen »InTouch«-Magazins klar auf Platz eins.

Den Trend zur ausgeprägten Gesäßpartie bestätigen auch Schönheitschirurgen. Immer mehr Frauen lassen sich den Hintern vergrößern, zum Preis von etwa 10000 Euro, verbunden mit wochenlangen Schmerzen. Dann doch lieber ein Polster in die Unterhose!

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