Wissenwertes

Die Seife

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Sie ist der Inbegriff für Körperreinigung. Aber warum macht Seife überhaupt sauber? Das älteste Rezept ist ca. 4500 Jahre alt, steht auf einer sumerischen Tontafel und erklärt in Keilschrift, wie man Pflanzen und Hölzer verbrennt, daraus alkalische Pottasche gewinnt und sie mit Ölen kocht. Diese Lauge verringert die Oberflächenspannung von Wasser und löst so Fett und Schmutz. Mit Pottasche und Soda experimentierten die Ägypter und verwendeten ihre Seife auch zum Wäschewaschen. Auf das Kosmetikprodukt Seife aus Hirsch-, Rinder- oder Ziegentalg setzten Germanen und Gallier: zum Haarebleichen oder Frisurenformen. Echte Seifenstücke mit Duftnote kreierten ab dem 7. Jahrhundert, die Araber mit gebranntem Kalk, Ölen und alkalischen Salzen. In Europa versorgten ab dem Mittelalter Seifensieder den Adel mit parfümierter Seife. Zum Massenreinigungsmittel schaffte sie es dank neuem Hygieneverständnis und industrieller Produktion im 19. Jahrhundert Echte Seife kriegen wir heute übrigens nur noch selten in die Hände: ihr Hauptanteil besteht meist aus synthetischen Waschsubstanzen.

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