Fragen und Antworten

Woher kommt der Begriff Flohmarkt?

Woher kommt der Begriff Flohmarkt?

Flöhe gibt es (meistens) nicht auf dem Flohmarkt – dafür oft echte Raritäten.

Der Begriff »Flohmarkt« lässt sich wortwörtlich in andere Sprachen übersetzen: »flea market« heißt es im Englischen, »marché aux puces« im Französischen, »mercato delle pulci« im Italienischen. Welches Land zuerst auf die Idee mit dem Floh gekommen ist, weiß man nicht mehr (einiges spricht für die Franzosen), aber der Name dieser Hobbymärkte hat tatsächlich mit dem blutsaugenden Parasiten zu tun.

Im Spätmittelalter gaben Fürsten oft ausgetragene und zerschlissene Kleidung an die Armen weiter, diese betrieben mit den verhältnismäßig wertvollen Stoffen Handel – beispielsweise tauschten sie die Second-Hand-Gewänder gegen Nahrung oder Werkzeug. Bei diesen Tauschgeschäften hat natürlich auch der eine oder andere Floh den Wirt gewechselt. Für die spontanen Zusammentreffen der Amateur-Händler mit ihren Kleidersäcken entstand daher schnell der Begriff »Flohmarkt«.

Mag auch das Wort aus dem Französischen kommen: Europas spannendster Flohmarkt findet in Italien statt. Der Gran Balón in Turin (jeden zweiten Sonntag im Monat) bietet seit dem Jahr 1856 auf der Porta Palazzo eine so üppige Auswahl an Kunst und Anti-quitäten, dass der Markt selbst eine echte Sehenswürdigkeit geworden ist – und vor den kleinen Blutsaugern braucht auch kein Käufer mehr Angst zu haben.

Die schönsten und bekanntesten Flohmärkte in Deutschland sind der Vohwinkeler Flohmarkt unter der Wuppertaler Schwebebahn, der Trempelmarkt in Nürnberg, der Bonner Rheinauenflohmarkt und der Altstadt-Flohmarkt am Hohen Ufer in Hannover.

Comments (1)

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