Allgemeines der geschichte

Alexander der Grosse

13 Jahre Krieg fürs Weltreich 

Nach dem Tod des Vaters festigt der 20-jährige Alexander seine Herrschaft. Im Frühjahr 334 v. Chr. bricht er mit 40000 Mann auf, um den großen Gegner im Osten anzugreifen: den Perserkönig Darius. Ein Protokoll. 

Nach dem Tod des Vaters festigt der 20-jährige Alexander seine Herrschaft, unterwirft die griechischen Stadtstaaten und entmachtet seine Thronrivalen. Im Frühjahr 334 v. Chr. bricht er mit 40000 Mann auf, um den großen Gegner im Osten anzugreifen: den Perserkönig Darius.

Nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters König Philipp II. von Makedonien 336 v. Chr. befindet sich der 20-jährige Ale-xander in einer gefährlichen Situation. Seine rechtmäßige Thronfolge ist alles andere als gesichert und wird von vielen Seiten in Frage gestellt. Der makedonische General Attalos hat sich bereits auf der Hochzeit seiner Nichte Kleopatra mit Philipp kritisch über Alexanders Anrechte geäußert, und so lässt der neue König ihn kurzerhand ermorden. Ganz ähnlich ergeht es Amyntas IV. Dieser war von Philipp um den Thron gebracht worden und hoffte jetzt, seine rechtmäßigen Ansprüche durchsetzen zu können. Auch ihn lässt Alexander hinrichten, genau wie seinen eigenen Stiefbruder Karanos und zahlreiche andere Adlige, die er als bedrohlich empfindet. Seine Mutter und Philipps Hauptfrau Olympias steht ihm in nichts nach: Sie bringt dem auf der Flucht erschlagenen Mörder ihres Mannes öffentlich ein Totenopfer dar und sorgt dann für die Liquidierung von Kleopatra und ihrem Nachwuchs.

Als die nächste Umgebung von allen potenziellen Widersachern und Konkurrenten gesäubert ist, geht Alexander daran, die Vorherrschaft Makedoniens in Griechenland zu sichern. Der Tod Philipps hatte unter den griechischen Staaten die Hoffnung geweckt, das makedonische Joch abzuschütteln. Alexander lässt sich daher bei den wichtigsten Bündnispartnern offiziell in seiner Position bestätigen, wobei seine militärischen Drohgebärden vor allem die Erzgegner Athen und Theben zum Einlenken bewegen.

335 v. Chr.: Der Schlag gegen Theben
Eigentlich hat Alexander vor, einen bereits von seinem Vater geplanten Persienfeldzug im Frühjahr 335 durchzuführen. Allerdings erzwingen Unruhen in Thrakien und Illyrien sein Eingreifen, sodass er sein Vorhaben verschieben muss. Kaum hat er jedoch an der Nordgrenze des Reiches die Ordnung wiederhergestellt, kommen erschreckende Nachrichten aus Theben: Das Gerücht, Alexander sei gefallen, hat die Thebaner dazu veranlasst, sich an die Spitze einer neuen Befreiungsbewegung zu stellen. Mit persischem Geld und athenischen Waffen wollen sie die Freiheit von Makedonien zurückgewinnen.

Doch die Thebaner haben sich verrechnet: Alexander ist am Leben und steht kurze Zeit später mit seinem Heer vor den Toren der Stadt. Deren Bewohner setzen auf die Stärke ihrer Befestigungen, doch schon im ersten Angriff gelingt es den Makedonen, in die Stadt einzudringen und die Verteidiger zu überwältigen. Damit Theben nicht zum Märtyrer einer griechischen Freiheitsbewegung wird, greift Alexander zu einem psychologischen Schachzug: Er lässt die Strafe für den Vertragsbruch von den anderen Mitgliedern des Korinthischen Bundes festlegen. Ihre Entscheidung: Die Thebaner werden versklavt und die Mauern der Stadt geschleift. Nach diesem Exempel ist Alexanders Machtposition in Griechenland unumstritten. Jetzt kann er sich endlich dem aufgeschobenen Persienfeldzug widmen.

334 v. Chr.: Aufbruch nach Persien
Dass Alexander keine kurze Expedition nach Asien vorhat, zeigt sich schon an seiner Planung. Gut 35000 Mann Fußtruppen hat er mobilisiert, dazu kommen etwa 5000 Reiter, die Alexanders Hauptwaffe werden sollen. Nur etwa die Hälfte der Truppe besteht aus Makedonen, den Rest haben die Bundesgenossen aufgebracht, die zusätzlich 160 Kriegsschiffe stellen.

Aber der König denkt weiter: Auch den Hofstaat mit seinen Philosophen, Künstlern, Ärzten und Priestern nimmt er mit. Als er im Frühjahr 334 die Dardanellen überquert, gleicht sein Heer einer kleinen Völkerwanderung. Bevor sich Alexander jedoch in den Krieg stürzt, besucht er das Grab des Achilles. Erst als er dem Helden von Troja seine Ehre erwiesen hat, fühlt er sich bereit für die kommenden Schlachten. Jetzt verliert er keine Zeit und stößt am Fluss Granikos zum ersten Mal mit den Persern zusammen.

Für Alexander, der den Gegner mit einem Scheinangriff seiner Reiterei täuscht, endet der erste Zusammenstoß beinahe tödlich. Nur das beherzte Eingreifen seines Freundes Kleitos rettet ihn vor dem Schwert eines Angreifers. Den Sieg der Makedonen kann dieser Zwischenfall jedoch nicht gefährden. Die Beute seines ersten Erfolges widmet er den Göttern und lässt sie mit Weih-inschriften versehen nach Athen schicken.

Statt sofort weiter ins Innere des Perserreiches vorzudringen, bricht Alexander jetzt nach Südwesten auf. Er will die griechischen Küstenstädte erobern, die noch unter persischer Herrschaft stehen. Dahinter steckt nicht nur die Absicht, sich den Rücken für spätere Aktionen freizuhalten, sondern er will auch ganz bewusst die überlegene persische Mittelmeerflotte ihrer Stützpunkte berauben. Auf Darius III., den Urenkel von Darius dem Großen und König des Persischen Reiches, trifft Alexander jedoch nicht. Noch ist es die Aufgabe der Satrapen, der jeweiligen Provinzverwalter, den Kampf gegen die Makedonen zu führen.

333 v. Chr.: Erster Zusammenstoß mit Darius
Mit jedem weiteren Sieg zeigt sich, dass Alexander nicht nur ein geschickter Stratege, sondern auch ein vorausschauender Politiker ist. Als er die Küstenstädte und wichtigsten Stützpunkte erobert hat, lässt er die besiegten Satrapen durch Verbündete ersetzen, die jedoch die gleiche Position bekleiden und auch den persischen Verwaltungsapparat beibehalten. Sich selbst inszeniert Alexander dabei eher als Nachfolger des Darius, denn als Besatzer. Schon in diesem frühen Stadium sorgt er für einen Ausgleich zwischen Griechen und Persern.

Im Frühjahr trifft Alexander in Gordion ein. Der Legende nach durchschlägt er hier den Gordischen Knoten, woraufhin ihm laut einem alten Orakelspruch die Herrschaft über ganz Asien zufallen soll. Alexander, der für Orakel immer ein offenes Ohr hat, ist zufrieden. Allerdings mehren sich auch Besorgnis erregende Nachrichten: Die feindliche Flotte bedroht nach wie vor die Küstenstädte, und es ist den Persern gelungen, Verbündete auf dem griechischen Festland zu finden. Weitaus gefährlicher ist jedoch, dass Darius ein riesiges Heer zusammengestellt hat und nun mit seinen Soldaten nach Westen marschiert.

Alexander entschließt sich, Darius entgegenzuziehen. Erleichtert wird sein Plan von dem Umstand, dass die Perser keine ernsthaften Schritte zur Verteidigung ihres Landes unternehmen. Ihre Strategie beruht seit jeher darauf, dass sie sich dem Angreifer in offener Schlacht stellen und ihn dann mit einem zahlenmäßig überlegenen Heer schlagen. Zu einem Zusammentreffen kommt es jedoch zunächst nicht. Während Darius das Amanos-Gebirge in der Gegend von Issos auf einem Pass nach Norden überquert, zieht Alexander mit seinem Heer auf einem anderen Pass nach Süden. Als er bemerkt, dass er den Gegner verfehlt hat, befiehlt er die sofortige Umkehr.

333 – Issos Keilerei
Duell der Könige


Alexander der Große, der junge Makedone und Eroberer Griechenlands, gegen das persische Weltreich und den erfahrenen Herrscher Darius.

Die Gegner hätten unterschiedlicher nicht sein können: Auf der einen Seite Alexander, ein Jüngling, gerade einmal 23 Jahre alt. Zwar war er königlicher Herkunft, doch seine Heimat Makedonien war alles andere als eine Weltmacht. Seine Erbansprüche hatte er erst vor kurzem gegen zahlreiche Widerstände blutig durchsetzen können. Auf der anderen Seite Darius III., gut 30 Jahre älter als sein Herausforderer, ein Mann mit jahrzehntelanger Erfahrung in Politik und Kriegführung. Er war als Chef der Achämeniden-Dynastie Großkönig von Persien, Herrscher über ein Weltreich, das sich von Libyen im Westen bis an den Indus im Osten erstreckte, mit unendlichen Ressourcen an Menschen und Material.

Ganz gewiss konnte der dreiste Widersacher aus Makedonien keine ernsthafte Herausforderung für ihn sein. Doch die Ausgangslage war verzwickter, als es auf den ersten Blick erschien. Griechen und Perser hatten eine lange Tradition der Feindschaft, und immer wieder hatten es die zahlenmäßig unterlegenen Griechen geschafft, die persischen Eroberungsversuche entgegen aller Wahrscheinlichkeit abzuwehren.

Weder Darius I. noch Xerxes I. waren mit ihren Invasionsversuchen während des Ersten und Zweiten Perserkrieges erfolgreich gewesen. Ganz im Gegenteil, die Schlachten bei Marathon (490 v. Chr.), Salamis (480 v. Chr.) und Platää (479 v. Chr.) hatten mit persischen Niederlagen geendet und die Bedrohung des griechischen Festlandes abgewendet.

Ein paar Generationen lang hatte der brüchige Frieden gehalten, bis Alexanders Vater Philipp II. eine neue Ära der militärischen Auseinandersetzung einläutete. Angeblich war es Rache für die von den Persern begangenen Gräueltaten während des Zweiten Perserkrieges, die nun, rund hundert Jahre später, einen Angriffskrieg auf den Erbfeind nötig machte. Kurz bevor Philipp losschlagen konnte, fiel er jedoch einem Mordkomplott zum Opfer, und die Invasion musste aufgeschoben werden.

Darius III. nutzte die Zeit, um seine Herrschaft zu sichern. Im Zuge eines Umsturzes eigentlich nur als Marionette auf dem Thron installiert, emanzipierte er sich rasch von seinem Großwesir Bagoas und beseitigte diesen schließlich ganz. Damit war die Bühne bereitet für ein Drama, das mit dem Untergang der persischen Dynastie der Achämeniden enden sollte.

Gestärkt mit dem Bewusstsein, in der Heimat alles geregelt zu haben, machte Alexander sich auf den Weg, um die von seinem Vater geplante Strafaktion gegen die Perser endlich in Angriff zu nehmen. Es war ein waghalsiges, wenn nicht gar wahnwitziges Unternehmen: Nicht einmal 40000 Mann standen ihm zur Verfügung, um ein Weltreich in die Knie zu zwingen. Von seinen 5000 Mann Kavallerie und den 30000 Fußtruppen, die größtenteils aus leichter und schwerer Infanterie bestanden, waren nur die Hälfte makedonisch. Bundesgenossen stellten den Rest seiner Armee, die im Frühjahr 334 v. Chr. die Dardanellen überquerte.

Darius sah keinen Grund, sich persönlich mit dem Eindringling auseinanderzusetzen; er überließ die Verteidigung des Reiches dem zuständigen Satrapen (Provinzverwalter) Spithridates. Leicht hätten die Perser ihren Gegner schon am Hellespont abfangen und die Invasion im Keim ersticken können. Es entsprach jedoch persischer Tradition und Taktik, einen Gegner erst im eigenen Land zu stellen, um ihn dort mit einer Übermacht zu erdrücken. Die Größe des Landes erlaubte es, einer Invasion gelassen entgegenzusehen.

Ungehindert konnte Alexander daher nach der Landung den Göttern opfern und das Grab des trojanischen Helden Achilles besuchen. Erst dann machte er sich mit seinen Männern auf den Weg tiefer ins Perserreich hinein. Am Fluss Granikos trafen Griechen und Perser schließlich zum ersten großen Schlagabtausch aufeinander.

Die Perser hatten vor Beginn der Schlacht eine deutlich bessere Ausgangslage. Durch das steile Ufer des Flusses waren sie vor einer Umfassung geschützt, und Alexanders Truppen waren von dem langen Marsch erschöpft. Trotzdem oder gerade deshalb waren die Perser von der Taktik und dem persönlichen Mut Alexanders überrascht: Sein Ziel war es, mit der Reiterei ins Zentrum des gegnerischen Heeres vorzustoßen, um dort den Befehlshaber selbst zu besiegen: War der Anführer erst gefallen, so seine Hoffnung, würden sich die restlichen Truppen zur Flucht wenden.

Alexanders Mut beim Angriff grenzte ans Törichte: In dem engen Getümmel, in dem die Reiter kaum Platz zum Manövrieren hatten, wurde Alexander um ein Haar selbst zum Opfer: Von einem Schwerthieb getroffen, konnte nur das beherzte Eingreifen seiner Leibwache den jungen König vor dem Tod bewahren. Doch schließlich gelang es den Griechen, die persische Kavallerie zu zerstreuen und die Fußtruppen in die Flucht zu schlagen.

Dass sein erster Zusammenstoß beinahe in einer Katastrophe geendet hätte, schien Alexander nicht zu beunruhigen. Statt sofort weiter ins Innere des Perserreiches vorzudringen, brach Alexander nach Südwesten auf, um in aller Ruhe einen Brückenkopf zu errichten. Dazu musste er die griechischen Küstenstädte erobern, die bisher unter persischer Herrschaft gestanden hatten.

Tatsächlich bestand die größte Gefahr für Alexander nicht in der offenen Auseinandersetzung mit seinem Gegner. Dass die Perser nicht unbesiegbar waren, hatte er am Granikos ja bereits bewiesen. Wenn Darius einen Zusammenstoß jedoch vermied, würden die Griechen in dem riesigen Land ins Leere laufen. Der Großkönig konnte dann in aller Ruhe Alexanders Nachschublinien abschneiden und auf eine günstige Gelegenheit warten, den geschwächten Gegner aufzureiben. Einen entsprechenden Vorschlag seiner Strategen, die eine Politik der verbrannten Erde vorschlugen, hatte Da-rius zu Alexanders Glück allerdings als ehrlos abgelehnt.

Deshalb war es Alexander wichtig, zunächst einmal die griechischen Städte an der Küste Kleinasiens zu befreien. Die persische Flotte war der griechischen weit überlegen, und ein übermächtiger Gegner im Rücken konnte im Laufe des Feldzuges noch gefährlich werden. Die Küstenstädte erfüllten daher einen doppelten Zweck: Sie dienten als Machtbasis fern der Heimat und entzogen der feindlichen Flotte gleichzeitig wichtige Anlaufhäfen.

Darius nutzte seinerseits die Zeit, um neue Verbündete zu sammeln. Dieses Mal wollte er seinem Gegner persönlich entgegentreten. Alexander, der sich durch seine aggressive Politik nicht nur Freunde gemacht hatte, sah sich plötzlich von Feinden eingekreist, als es dem Großkönig gelang, sogar auf dem griechischen Festland Unterstützung und Verbündete für den Kampf gegen ihn zu finden. Bedrohlicher war jedoch, dass Darius ein neues Heer zusammengestellt hatte. Die riesigen Ressourcen seines Reiches erlaubten es ihm, die Verluste der ersten Schlacht mehr als auszugleichen.

Alexander entschloss sich, zuerst Darius zu schlagen, bevor er sich den Feinden in seinem Rücken zuwandte. Der Weg zum Großkönig war jedoch nicht ohne Gefahren: Die Kilikische Pforte, ein Engpass im Taurosgebirge, war der einzige gangbare Weg zu Darius. Vier Bewaffnete hatten hier zwischen den steilen Fels-wänden Platz, eine perfekte Voraussetzung für einen Hinterhalt oder eine unüberwindliche Verteidigungslinie. Doch erneut verzichteten die Perser darauf, den Feind aufzuhalten. Leicht hätten sie hier die gleiche Strategie anwenden können, mit der 300 Spartaner in der Schlacht an den Thermopylen 480 v. Chr. Tausende Perser aufgehalten hatten. Doch entweder erkannte Darius die strategische Bedeutung des Passes nicht, oder er unterschätzte nach wie vor die Bedrohung.

Auf jeden Fall gelang es den Griechen, die wenigen persischen Verteidiger in die Flucht zu schlagen und die Engstelle zu durchqueren. Alexander selbst war überrascht, als er im Nachhinein feststellte, wie leicht es gewesen wäre, ihn an der Kilikischen Pforte zu stoppen. Die detaillierten Kenntnisse über die Schlachten Alexanders verdanken wir übrigens dem griechisch-römischen Geschichtsschreiber Arrianus, der im 2. Jahrhundert n. Chr. etliche Augen-zeugenberichte zusammenfasste und so der Nachwelt erhielt.

Die beiden Gegner waren nun, im November 333 v. Chr., nicht mehr weit voneinander entfernt. Alexander eilte nach Osten, dem Golf von Issos entgegen, wo er Darius vermutete. Das Amanosgebirge begrenzt den Golf auf der Ostseite und trennte ihn von den Persern, die von Norden auf die Bergkette zuzogen. Ohne zuverlässige Fernaufklärung konnten beide Befehlshaber nur raten, was der Gegner als Nächstes unternehmen würde. Grundsätzlich bestand für beide Strategen die Möglichkeit zu warten, bis der Feind kam, oder ihm über das Gebirge entgegenzuziehen. Für Letzteres standen zwei Pässe zur Auswahl: der Löwenpass im Norden und der Bailanpass im Süden.

Sowohl Alexander als auch Darius entschlossen sich für die Offensive. Die Griechen besetzten den Bailanpass, und Alexander verlegte sein gesamtes Heer nach Süden. Darius hingegen überquerte das Gebirge über den noch freien Löwenpass. Das Ergebnis dieser Truppenverschiebungen überraschte beide Heerführer. Der Großkönig musste erkennen, dass die Makedonier nach Süden abgezogen waren, während Alexander feststellte, dass die Perser sich plötzlich auf der gleichen Seite des Gebirges befanden wie er selbst.

Die neue Situation bot beiden Seiten Vor- und Nachteile: Die Perser hatten den Griechen den Rückweg abgeschnitten und konnten sie nach Belieben zur Schlacht stellen. Alexander hingegen brauchte nicht zu befürchten, umgangen zu werden, weil das Gebirge ausreichend Schutz vor einem Zangenmanöver bot. Zudem konnte sich die persische Übermacht auf dem schmalen Küstenstreifen zwischen Gebirge und Golf nicht richtig entfalten.

Die Heere waren durch den Fluss Pinaros voneinander getrennt, und beide Befehlshaber planten, die Schlacht mit ihrer Reiterei zu entscheiden. Darius hatte dazu seine Kavallerie auf seiner rechten, der See zugewandten Seite aufgestellt, wo sie sich im flachen Terrain gut bewegen konnte. Die Bergflanke zur Linken besetzte er mit leichten und wendigen Fuß-truppen, während die schwerbewaffneten Fußtruppen sich in der Mitte seiner Formation befanden. Darius selbst postierte sich in einem Streitwagen hinter dem Zentrum.

Alexanders ursprüngliche Aufstellung hatte ebenfalls eine schwerbewaffnete Phalanx im Zentrum vorgesehen, der Makedonier hatte jedoch seine Reiterei sowohl auf der See- als auch auf der Bergseite stationiert. Als er sah, dass der Hauptangriff mit der persischen Reiterei an seinem linken Flügel auftreffen würde, verlegte er einen Teil der Reiterei von der rechten auf die linke Seite. Dieses Manöver in letzter Minute stärkte zwar die Verteidigungskraft der Makedonen, Alexanders Angriffstrupp auf der Bergseite war jedoch deutlich geschwächt.

Alexander erkannte, dass Schnelligkeit und Härte seine beste Chance auf einen Erfolg war. Auf der Bergseite eröffnete er die Schlacht mit seiner Reiterei und konnte die leichten persischen Truppen tatsächlich zurücktreiben. Während Alexander vorwärts stürmte, prallten die Fußtruppen aufeinander und liefen sich fest. Weder Perser noch Makedonier konnten die gegnerischen Linien durchbrechen. Auf Alexanders linker Flanke wurde die Situation derweil kritisch. Seine dortige Reiterei konnte sich nicht gegen den persischen Ansturm halten und musste sich zurückziehen. Damit bestand die ernsthafte Gefahr, dass der Gegner in seinen Rücken geriet und die Linien von hinten aufrollte. Wollte er die Schlacht noch gewinnen, musste er in kürzester Zeit die Entscheidung herbeiführen.

Wie schon zuvor in der Schlacht am Granikos wählte Alexander das Risiko: Er setzte sich an die Spitze seiner Reiterei, brach nach links aus und nahm direkten Kurs auf den Streitwagen von Darius, der in dem Getümmel leicht zu erkennen war. Es war ein reines Selbstmordunternehmen: Der Großkönig wurde von der Elite seiner Männer beschützt, darunter den Satrapen von Phrygien und Ägypten, aber auch von seinem eigenen Bruder Oxyathres. Doch der Überraschungscoup gelang. Die Leibwache des Königs wurde niedergemacht, und der entsetzte Darius wandte sich überstürzt zur Flucht. Damit brach der persische Widerstand in sich zusammen. Während Darius auf einem Pferd ins Gebirge floh, plünderten die Makedonen das persische Lager.

Was sie dort erwartete, übertraf ihre kühnsten Erwartungen: Nicht nur die Kriegskasse der Perser war Alexander in die Hände gefallen, sondern auch die königliche Familie, die Darius traditionsgemäß begleitet hatte. 2600 Talente (ein Talent entspricht etwa 27 Kilogramm Silber) fielen dem Sieger in die Hände. Ein unglaubliches Vermögen, bedenkt man, dass Alexander bei seiner Machtübernahme über einen Staatsschatz von gerade einmal 40 Talenten verfügt hatte. Er hatte sich sogar 800 Talente für den Kriegszug nach Persien leihen müssen.

Hatte in Issos der Glücklichere gewonnen, oder war der Sieg auf Alexanders Todesverachtung zurückzuführen? Die beiden Heere, die bei Issos aufeinandertrafen, waren in etwa ebenbürtig. Die makedonische Phalanx war den persischen Fußtruppen gewachsen, die übrigens großenteils aus griechischen Söldnern bestanden, konnte aber keinen Vorteil erringen. Bei der Reiterei konnte sich der rechte Flügel der Perser gegen die Makedonier durchsetzen, während sich Alexanders rechter Heeresflügel gegen die Truppen des Darius behauptete.

Letztlich gaben wohl strategisches Geschick und persönlicher Mut den Ausschlag. Während Darius an seiner Schlachtordnung festhielt, reagierte Alexander flexibel. Er passte seine Aufstellung den Gegebenheiten an, um auf die Absichten seines Gegners reagieren zu können. Und: Darius war »bloß« Heerführer. Alexander war Heerführer und Kämpfer. Ob er es von Anfang an auf einen Zweikampf mit dem Großkönig abgesehen hatte? Fest steht, dass er sich unter Missachtung jeder persönlichen Gefahr ins Zentrum des Geschehens stürzte, während Darius sein Heil in der Flucht suchte.

Alexanders Charisma und seine Bereitschaft, sich an die Spitze seiner Männer zu setzen, um ihnen vorzuführen, was er von ihnen verlangte, war ein nicht zu überschätzendes Motivationsmoment, das die Männer immer wieder zum Weitermachen animierte. Selbst wenn Alexan-ders Erfolg noch lange nicht den Untergang des Persischen Reiches bedeutete, so hatte der Sieg doch eine Signalwirkung. Alexanders bisherige Eroberungen waren nachhaltig bestätigt. Die persischen Verbündeten auf dem griechischen Festland wechselten erneut die Seiten und sammelten sich hinter Alexander. Und der Sieger selbst erkannte, dass im Osten ungeahnte Möglichkeiten lagen. Jenseits von Euphrat und Tigris lag eine Welt, die scheinbar nur darauf wartete, von ihm erobert zu werden.

Für Darius war die Niederlage mehr als eine Schmach. Sie schwächte seine Stellung im Reich und seine Verhandlungsposition gegenüber Alexander, der die Familie des Großkönigs als Faustpfand hatte. Aber der Sieg pflanzte auch den Samen für Alexanders Untergang. Noch nie hatten die Griechen einen Reichtum erlebt, wie ihn Persien zu bieten hatte. Gerade Alexander selbst entfremdete sich mehr und mehr von seinen Männern, indem er persische Sitten und Gebräuche annahm.

Militärisch mochten die Makedonen bei Issos einen überwältigenden Sieg errungen haben, dem in den kommenden Jahren viele weitere folgen sollten. Das Erbe der Besiegten lebte jedoch in den Siegern weiter, die später auf den Trümmern Persiens ihre eigenen Reiche in persischer Tradition errichteten.


332–331 v. Chr.: Im Land der Pharaonen
Bevor sich der Makedone auf einen erneuten Zusammenstoß mit Darius vorbereitet, zieht er nach Ägypten. Die Gefahr, dass der Perser die Zeit nutzt, um seine Kräfte zu sammeln, ist nebensächlich. Alexander muss zunächst verhindern, dass das persisch besetzte Land am Nil seinen Truppen in den Rücken fällt. Er erobert es ohne Widerstand, und die Bevölkerung begrüßt ihn als Befreier. In Memphis krönen ihn die Ägypter sogar zum Pharao.

Nachdem er am westlichen, schlammfreien Arm des Nils die Stadt Alexandria gegründet hat

(rund siebzig Städte gleichen Namens sollen in den nächsten Jahren folgen), zieht er in die Oase Siwah, wo er das Orakel des Gottes Ammon befragt. Was genau er dort erfährt, ist nicht bekannt, doch wahrscheinlich bestätigen die Priester Alexander seine göttliche Abstammung. Der Nimbus, der ihn mit dieser »Ehrung« umgibt, überhöht ihn in der orientalischen Welt über das menschliche Maß hinaus und erleichtert viele seiner späteren Erfolge. Beeindruckt äußert Alexander den Wunsch, einst in Siwah beigesetzt zu werden.

331–330 v. Chr.: Persiens Hauptstädte fallen
Von Ägypten aus zieht Alexander endlich Richtung Osten. Darius, der ein neues Heer bei Babylon zusammengezogen hat, erwartet ihn am 1. Oktober 331 bei Gaugamela in der Ebene des Tigris. Diese Schlacht wird entscheiden, wer in Zukunft über das Persische Reich regiert. Die Chancen stehen gut für Darius: Alexander hat mit Fußtruppen und Reiterei etwa 45000 Mann unter seinem Kommando. Dem gegenüber stehen bis zu 100000 persische Krieger sowie zusätzliche Streitwagen und Kriegselefanten.

Doch der Perser kann seine Chance nicht nutzen. Obwohl seine Truppen anfänglich die Oberhand gewinnen, flieht er, als Alexander ihm mit seiner Kavallerie bedrohlich nahe kommt. Damit gibt er erneut eine Schlacht verloren, obwohl der Sieg zum Greifen nahe ist. Alexander verzichtet auf eine Verfolgung und zieht stattdessen nach Babylon. Im November wird ihm die Stadt kampflos übergeben, einen Monat später nimmt er auch noch den Regierungssitz Susa ein. Auf dem Thron der Achaimeniden-Dynastie lässt er sich nun auch offiziell als Nachfolger des Darius ehren. In Susa fällt Alexander auch der persische Staatsschatz in die Hände. Die Finanzierungsprobleme seines Feldzuges gehören damit der Vergangenheit an.

330 v. Chr.: Die Ermordung des Darius
Alexander beschließt nach seinem Aufenthalt in Susa, auch die restlichen Residenzen zu erobern. Doch im persischen Hochland lauern unerwartete Schwierigkeiten: Die wichtigen Gebirgspässe sind von den Persern besetzt, und es gelingt dem zuständigen Satrapen Ariobarzanes, Alexander eine erste Niederlage beizubringen. Doch als der Makedone seine Truppen aufteilt und den Gegner in die Zange nimmt, kann er den Pass erobern, der »Persisches Tor« genannt wird.

Anschließend geht es nach Persepolis. Während Susa das offizielle Regierungszentrum des Reiches ist, stellt Persepolis den kulturellen Mittelpunkt dar. Trotz ihrer Bedeutung wird die Stadt kampflos an Alexander übergeben. Mit dieser Eroberung ist der Feldzug offiziell beendet. Zur Belohnung für die geleisteten Dienste gibt Alexander seinen Soldaten die Stadt zur Plünderung frei. Als sichtbares Zeichen für das Ende der persischen Herrschaft lässt Alexander anschließend den Königspalast niederbrennen. Bedenken seiner Berater, dass er seinen eigenen Besitz vernichte und die Aktion das Verhältnis zwischen Siegern und Besiegten stören könne, beachtet der König diesmal nicht. Jetzt kann sich Alexander endlich um Darius kümmern. Auf das Gerücht hin, Darius rüste sich bereits zur Schlacht, unternimmt Alexander einen Gewaltmarsch von 700 Kilometern. Doch am Ziel stellt sich heraus, dass Darius erneut geflohen ist. Die militärische Situation hat sich mittlerweile um-gekehrt: Während Alexander über 50000 Mann verfügt, schwanken die Angaben für die Perser zwischen 9000 und 30000 Mann. Als der Makedone den glücklosen Darius endlich einholt, findet er ihn nur noch tot vor – ermordet von seinen eigenen Männern. Alexander ehrt den Toten und schwört, die Mörder zu bestrafen.

330–327 v. Chr.: Der lange Marsch nach Osten
Das Verhältnis zwischen Alexander und seinen makedonischen Begleitern wird zunehmend schwieriger. Längst ist er über seine Herkunft hinausgewachsen und nimmt orientalische Vorstellungen an. Die Idee seiner göttlichen Abstammung nährt die Pläne einer Weltherrschaft. Als er Teile des persischen Hofzeremoniells übernehmen will, weigern sich führende Köpfe seines Stabes, ihm mit einem Kniefall zu huldigen. Eine Verschwörung gegen ihn veranlasst Alexander zu einer grausamen Racheaktion: Nicht nur die Beteiligten werden hingerichtet, auch andere, die seiner Herrschaft theoretisch gefährlich werden könnten, lässt Alexander ermorden. Als die Ruhe wiederhergestellt ist, überquert er im Frühjahr 329 den Hindukusch. Bessos, einer der Mörder des Darius, hatte sich zum König ausrufen lassen. Allerdings zeigt sich schnell, dass auch er den Vorstoß Alexanders nicht aufhalten kann. Schließlich wird Bessos an Alexander ausgeliefert, der ihm Nase und Ohren abschneiden lässt und ihn zur Kreuzigung an den Bruder des Darius übergibt.

Die zunehmende Entfremdung zwischen Alexander und seinen Truppen zeigt sich in einem tragischen Zwischenfall im Sommer 328: Bei einem Gastmahl gerät Alexander mit Kleitos in Streit. Im Zorn ersticht er den Freund, der ihm einst am Granikos das Leben gerettet hat, mit einem Speer. Eine weitere Verschwörung in der nächsten Umgebung Alexanders zeigt, wie angespannt die Situation ist. Und wieder geht er mit äußerster Härte vor. Die Schuldigen werden gesteinigt und zahlreiche mehr oder weniger Verdächtige auf sein Geheiß ermordet.

326–325 v. Chr.: Das indische Abenteuer
Für Alexander geht es jetzt vor allem darum, eine natürliche Ostgrenze für sein neu gewonnenes Reich abzustecken. Der Ozean, der nach antiken Vorstellungen schon vom Hindukusch aus sichtbar sein soll, scheint der natürliche Endpunkt des Feldzuges zu sein. Im Frühjahr 326 überschreitet Alexander mit etwa 50000 Mann den Indus. Die Konkurrenz der indischen Fürsten untereinander erleichtert sein Vorgehen. In einer großen Feldschlacht (es wird Alexanders letzte sein) besiegt er Poros, den Herrscher der Region Punjab.

Unaufhaltsam kämpft sich Alexander nach Osten vor, allerdings kommt es wegen des Monsuns und zahlreicher Überfälle einheimischer Stämme zu hohen Verlusten unter seinen Männern. Von der Idee besessen, im Osten den Ozean zu erreichen, hört Alexander von reichen Gegenden am Ganges. Doch diesmal verweigert sich das Heer seinem Befehl. Selbst höherer Sold und die Erlaubnis zu Plünderungen können die müden Truppen nicht umstimmen, und so muss Alexander seinen ursprünglichen Plan aufgeben. Der Fluss Hyphasis (heute Beas) bildet jetzt die endgültige Ostgrenze seines Reiches.

Für den Rückweg lässt Alexander eine Flotte von rund tausend Schiffen bauen, mit der er den Indus flussabwärts fährt. Kriegerische Stämme, auf die man unterwegs trifft, werden unterworfen. Ernsthafter Widerstand zeigt sich nur einmal: Als die Makedonen die Hauptfestung des Stammes der Maller erstürmen wollen, wird Alexander von einem Pfeil in die Brust getroffen. Schwer verwundet bringen ihn zwei Leibwächter in Sicherheit; tagelang kämpft er mit dem Tod. Nach seiner Genesung erreicht die Flotte im Sommer 325, sieben Monate nach ihrer Abfahrt, den Ozean.

325–323 v. Chr.: Der Rückzug nach Westen
Dafür teilt Alexander seine Armee: Die Flotte soll an der Küste entlang bis zur Mündung des Euphrat fahren, er selbst will mit einem Heer von mehr als 20000 Mann den Landweg nehmen. Doch der Weg durch die Wüste wird zum Albtraum. Die einheimischen Führer verirren sich, und unter der glühenden Sonne sterben die Männer reihenweise. Kaum die Hälfte von ih-nen erreicht nach einer sechzigtägigen Odyssee bekanntes Gebiet. Erst im Frühjahr 324 ist das gesamte Heer wieder versammelt. In Susa reformiert Alexander die Verwaltung. Mehrere seiner Satrapen werden wegen Unzuverlässigkeit hingerichtet. Verdiente Kämpfer hingegen belohnt er verschwenderisch. Um den Zusammenhalt im neuen Reich zu stärken, heiratet Alexan-der zwei persische Prinzessinnen. Seine nächsten Vertrauten »beschenkt« er ebenfalls mit Frauen aus dem persischen Adel, und eine Massenhochzeit legalisiert die Verhältnisse der griechischen Soldaten mit persischen Frauen.

Doch im Heer herrscht Unzufriedenheit: Längst sind die Makedonen unter den Soldaten in der Minderheit. Sie fühlen sich von Alexander zurückgesetzt, der zunehmend Perser in ver-antwortungsvolle Positionen beruft und orien-talische Sitten und Gebräuche annimmt. Als Alexander etwa 11000 altgediente Begleiter in die Heimat schicken will, widersprechen sie ihm offen. Doch der König macht mit den Meuterern kurzen Prozess: 13 Männer lässt er aufs Ge-ratewohl aus der Menge holen und hinrichten. Nach einem anschließenden Versöhnungsfest bleibt den restlichen Aufständischen nichts anderes übrig, als reich beschenkt in die Heimat zurückzukehren.

323 v. Chr.: Alexanders Tod
Auch nach dem erfolgreichen Abschluss des Feldzugs im Osten sieht sich Alexander noch lange nicht am Ziel seiner Träume. Auf dem Weg nach Babylon plant er bereits den nächsten Kriegszug. Diesmal hat er auf Arabien ein Auge gewor-fen. Mit der Eroberung der beinah unbekannten Arabischen Halbinsel will er sein Reich auch nach Süden bis an die natürlichen Grenzen ausweiten. Doch in Babylon mehren sich die schlechten Vorzeichen: Seher warnen Alexander vor einer drohenden Gefahr, und eines Tages sitzt ein Fremder, bekleidet mit Krone und königlichem Gewand, auf seinem Thron. Eine mögliche Erklärung dafür findet sich in einem altbabylonischen Ritual: Ein »Ersatzkönig« auf dem Thron soll vorhergesagtes Unglück auf sich ziehen und dadurch den echten König schützen – doch den Griechen ist dieser Brauch unbekannt. Alexander lässt den Fremden foltern, aber er erhält keine Erklärung für das vermeintliche Sakrileg.

Am 29. Mai 323 erkrankt Alexander plötzlich an hohem Fieber. Trotz aller Opfer an die Götter ist er schließlich so schwach, dass er nicht einmal mehr sprechen kann. Die Soldaten ziehen an seinem Lager vorbei, um ihn ein letztes Mal zu grüßen. Alexander stirbt am Abend des 10. Juni im Alter von 32 Jahren. Auf die Frage, wer sein Reich erben solle, antwortet er der Legende.

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