Christentum

Bibel

Die Bezeichnung für das Buch der Bücher geht zurück auf die phönizische Hafenstadt Byblos (heute Djebeil im Libanon), die in der Antike Hauptumschlagplatz für Bast war, den Rohstoff für Papyrusrollen (byblos ”Papyrusstaude“). Aus dem griechischen Wort biblos wurde das lateinische biblia und später mittelhochdeutsch bibel. Das Kirchenlateinische biblia ist die Bezeichnung für Altes und Neues Testament. Es findet sich beispielsweise in einem Begriff wie Biblia Pauperum: ”Armenbibel“. Er bezeichnet die bildhaften Bibeldarstellungen des Mittelalters unter anderem auf Kirchenfenstern und –wänden für die einfachen Leute, die nicht lesen und schreiben konnten.
Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff Bibel auch im nicht religiösen Zusammenhang im Sinn von ”maßgebliches Buch“ verwendet.
Die Silbe Biblio… ist in zahlreichen Fremdwörtern enthalten:
Bibliothek – Bücherei, Raum oder Gebäude für eine Büchersammlung;
Bibliographie – Bücherverzeichnis mit exakten Titelangaben;
bibliophil – ”bücherliebend“, kostbar und schön ausgestattet (eine bibliophile Ausgabe).
Die christliche Bibel ist eine Buchsammlung von 73 Büchern, 46
alttestamentlichen und 27 neutestamentlichen.

Entstehung der Bibel

Die Entstehungszeit der Bibel kann man vom 10. Jahrhundert vor Chr. Bis ins 3. Jahrhundert nach Chr. ansetzen.

Entstehung der Bibel: Zuerst wurden mündlich überlieferte Legenden, Mythen, Gebete, Stammeserzählungen und Sprüche sprachlich neu gefasst und dann für den
Gottesdienst zusammengeschrieben. Weil sich die Lebensumstände und die religiösen Anschauungen änderten musste auch die Bibel geändert werden. Mehrfach
fassten Schriftsteller mehrere Überlieferungen zusammen, bis eine einheitliche, zusammenhängende Erzählung entstand. Die entstandene Schrift konnte bis auf die
sprachlichen Bilder nicht mehr geändert werden.

Die Bibel ist in etwa gleichlange Kapitel und Verse gegliedert. Als erster führte Stephan Langton (1150-1228) die Gliederung in der lateinischen und in der griechischen
Bibel ein, aber erst unter Santes Pagnini (1470-1541) setzte sich diese Einteilung in den gedruckten Bibeln durch.

Bibelübersetzungen:

Als im 3.Jh. v. Chr. die griechische Sprache zur Weltsprache wurde, übersetzten die alexandrinischen Juden die Bibel im 2.Jh. ins Griechische und es entstand die
„Septuaginta“, „LXX“ (Übersetzung von 72 Gelehrten in 72 Tagen).

Hieronymus (350-420) nahm die Bibelübersetzung ins Lateinische vor. Zwar gab es schon vorher lat.

Bibeln, aber er übersetzte die Bibel vom

Urtext ins Lateinische. Diese lat. Bibel nennt man Vulgata.

Um 380 n. Chr. übersetzte Ulfila die Bibel ins Gotische.

Erst die Reformation schuf eine Bibelübersetzung vom Urtext ins Deutsche. Luther übersetzte 1534 die erste deutsche Bibel, die Vorbild für die Zürcher Bibel (1931)
und die „Einheitsbibel“ (1979) von den Katholiken und Protestanten war.

Zahlensymbolik in der Bibel:

3: Zahl Gottes,Zahl der Vollkommenheit (Dreifaltigkeit: Gott Vater, Sohn, Heiliger Geist)

3.½: Zahl des Bösen

4: Zahl der Fülle (4 Himmelsrichtungen, 4 Jahreszeiten, 4 Elemente)

6: Zahl des Satans

7: Heilige Zahl, Zahl der gottgewollten Ordnung(7 Tage der Woche, 7 Sakramente)

10: Zahl der Vollendung (10 Gebote)

666: Zahl des bösen Tieres

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