Außergewöhnliche Geschichten aus der antiken Türkei

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antike Staedte in Anatolien

1. Piraten haben Julius Cäsar an der Ägäisküste gekidnappt
Piraten haben Julius Cäsar an der Ägäisküste gekidnappt. Am Weg nach Rhodos haben sizilianischen Piraten sein Schiff überfallen. Sie haben Cäsar in einer kleinen Höhle an der Türkischen Ägäisküste gefangen gehalten. Nach Rom haben die Piraten einen Erpresserbrief gesandt. Cäsars Reaktion auf die Lösegeldforderung hat die Piraten verwundet. Er ist wegen der viel zu geringen Höhe der Forderung wütend geworden. Das hätte die Piraten nicht machen sollen. Nach seiner Freilassung ist Cäsar zum Piratenversteck mit einer kleinen Armee zurückgekehrt. Die Piraten hat er gefangen genommen und später gekreuzigt. In Nordostanatolien hat sich eine andere Begebenheit aus Cäsars Leben abgespielt: Seine berühmten Worte: „Veni, Vidi, Vici“! – „Ich kam, ich sah, ich siegte!“ hat Cäsar nach der Schlacht von Zile (heute nordöstlich von Ankara) an den römischen Senat geschrieben.

2. Das Feuer der ersten Olympischen Spiele stammt vom Gasfeld Chimera-Yanartas in Cirali
Das Gasfeld Chimera-Yanartas brennt seit 2.700 Jahren im Badeort Cirali (südlich von Antalya), an der Lykischen Küste. Das beweisen Inschriften an den Ruinen, eines griechischen Tempels neben der Chimära. Die Geschichte der Chimära ist das Nibelungenlied der Türkei. Sie handelt vom Königssohn Bellerophon und dem Ungeheuer Chimära. Die Chimära ist in der Lage gewesen wie ein Drache Feuer zu spucken. Der verstoßene Königssohn Bellerophon hat sie getötet. Der Tot der Chimära hat ein Erdbeben ausgelöst, das ihren Körper unter Steinen begrub. Seitdem steigen an der Stelle die lodernden Flammen ihres verrottenden Körpers auf. An der Chimära soll später für das erste Olympische Feuer im alten Griechenland entzündet worden sein. So steht es in Geschichten in einigen Überlieferungen.

3. Alexander der Große hat den gordischen Knoten in Ankara durchgetrennt.
Alexander der Große und der Gordische Knoten: Die Ruinen Gordion liegen nahe der türkischen Hauptstadt Ankara. Alexander der Große hat sie vor 2.300 Jahren auf seinem Feldzug Richtung Osten besucht. Sein Ziel: Der Gordische Knoten. Er ist mit einer Prophezeiung verbunden gewesen: „Wer den Gordischen Knoten öffnet, soll die Welt regieren„.Alexander der Große hat versucht den Knoten aufzutrennen. Das ist ihm nicht gelungen. Stattdessen hat er ihn mit seinem Schwert durchgeschnitten. Gewalt ist in diesem Fall eine Lösung gewesen. Danach hat Alexander der Große Persien, Ägypten und den Norden von Indien erobert.

4. Zwei der Sieben Weltwunder der Antike stehen in der Türkei
König Mausolos hat das Vorbild für monumentale Grabbauten erreichten lassen: Das Mausoleum von Halikarnassos. Das Wort „Mausoleum“ geht darauf zurück. In der Antike dachten Menschen Unsterblichkeit durch das nicht vergessen werden zu erlangen. Mit seinem Grab bau ist das König Mausolos gelungen. Das Wort Mausoleum wird in dutzenden Sprachen verwendet. Mausoleum selbst hat die vergangenen Jahrtausende nicht so gut überstanden. Du findest seine spärlichen Überreste in der Innenstadt von Bodrum. Das zwei Weltwunder aus der Antike ist der Artemis Tempel. Zu seiner Zeit ist er das prächtigste Heiligtum der Welt gewesen. Aus allen Ländern sind Menschen nach Ephesos gekommen, um ihn zu sehen. Daran hat sich zweitausend Jahre nach seiner Erbauung nichts geändert. Ephesos gehört noch immer zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Türkei. Jeden Tag legen am Hafen von Kusadasi Kreuzfahrtschiffe mit tausenden Besuchern an. Ihr Ziel ist Ephesos mit seinem Artemis Tempel, der Celsus Bibliothek und dem gigantischen Theater.

5. Die Pharaonen Kleopatra hat einen Teil der Türkei regiert
Kleopatra hat nach dem Tod von Julius Cäsar in Marcus Antonius einen neuen Liebhaber gefunden. Antonius hat Kleopatra einen Teil der türkischen Südküste geschenkt. Er umfasst das heutige Alanya – früher Korakesion. Die Geschichte ist noch immer eine gute Vorlage für die Tourismuswerbung in der Küstenstadt. Kleopatra soll Sand aus der Sahara nach Alanya gebracht haben, um am Meer zu baden. Eine kleine Bucht am Burgberg von Alanya ist nach ihr benannt. Und natürlich der Kleopatra Strand: Mit dem angeblichen Sand aus der Sahara. Alanyas Kleopatra Strand hat solche Geschichten eigentlich nicht notwendig. Er zieht so schon genug Badegäste an.
6. Der älteste Tempel der Welt steht in der Türkei
Das 12.000 Jahre alte Göbeklitepe hat unsere Sicht auf die Menschheitsgeschichte verändert. Das sagen die Ausgrabungsleiter des Deutschen Archäologischen Institut. Sie legen seit den 90ern das steinzeitliche Bergheiligtum Göbeklitepe in Südostanatolien frei. Göbeklitepe ist bevor die Menschen in Mesopotamien sesshaft geworden sind, gebaut worden. Stone Henge ist 7.000 Jahre jünger. Die Pyramiden von Gizeh sind 8.000 Jahre später errichtet worden. Die Tempelanlagen in Angkor Watt sind 11.000 Jahre nach Göbeklitepe entstanden. Göbeklitepe beweist eine Theorie: Als wir noch Nomaden waren, haben wir schon Tempel und Totenstädte gebaut. Lange bevor uns das Sesshaftwerden in Städte in den Sinn gekommen ist. Wegen dieser Erkenntnis gehört Göbeklitepe zu den bedeutendsten Ausgrabungsstätten der Welt.

7. Amazonen haben einen Teil der Schwarzmeerküste regiert
Jason ist auf seiner Suche nach dem Goldenen Fließ als erster Seefahrer den Bosporus gesegelt. Danach hat er mit seinem Schiff einen Kurs entlang der Schwarzmeerküste, nach Osten eingelegt. Er hat ihn bis an die Haselnussküste, nahe Trabzon gebracht. In der Stadt Onea (heute Ünye an der Schwarzmeer Küste) hat Jason die Nachfahren der Amazonen von Lemnos getroffen. Sie sollen ihm eine große Hilfe auf der Suche nach dem Goldenen Fließ gewesen sein. In griechische- türkischer Geschichte finden sich einige Hinweise auf die Amazonen von Ünye. Sie entstammen vermutlich einem jungsteinzeitlichen, matriarchalen Stamm, der sich vor 4.000 Jahren an der Küste angesiedelt hat. Erwähnungen der Amazonen am Thermodon Fluss in Ünye finden sich zum Beispiel im Troja-Epos von Homer. Das letzte Mal tauchen sie im 14. Jahrhundert auf. Eine Byzantinerin hat die Verteidigung von Onea gegen die osmanischen Truppen geleitet. Die Schlacht gegen die Osmanen haben die Byzantiner verloren. Das war angeblich nur durch den Verrat der Einwohner Oneas an ihrer Feldherrin möglich. Vielleicht war sie eine Amazone?

8.Die Ilias und die Ruinen der sagenumwobenen Stadt Troja
Troja: Die sagenumwobene Stadt aus Homers Ilias. Der Deutsche Heinrich Schliemann hat ihre Ruinen im vergangenen Jahrhundert gefunden. Damals hat niemand an ihn geglaubt. Das hat sich mit der Entdeckung Trojas und dem Schatz des Priamos schlagartig geändert. Die Ausgrabungen an den Ruinen von Troja laufen seit Schliemanns Entdeckung im 19. Jahrhundert. Du kannst sie an der südlichen Einfahrt der Dardanellen Meerenge besichtigen. Vielleicht finden sich in den alten Steinen Hinweise auf Achilles, Hektor, Paris und die schöne Helena? Am einfachsten lässt sich eine Besichtigung von Troja mit einer Städtereise nach Istanbul kombinieren. Es fahren täglich Schnellfähren in drei Stunden nach Canakkale. Troja ist von dort aus wenige Minuten entfernt.

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